Microsoft Excel

Verschiedenste Studien zeigen, dass Excel unverändert seit Jahren das beliebteste Front-End ist, wenn es um die interaktive BI-Analyse von Endanwendern geht. Daher ist es nicht weiter überraschend, dass Microsoft seit Beginn der BI Aktivitäten (Excel 97) entsprechende Funktionalitäten in das Produkt bündelt. Diese sind bei jeder Excel Version mit dabei und erfordern keine separate Installation.

Die Stärke liegt in der Kombination von serverbasierter BI Funktionalität mit den Freiheiten der Endanwender, eigene Tabellen, Grafiken und Analysen zu gestalten und diese z.B. um eigene Kennzahlen und Nebenrechnungen zu erweitern – in einem Front-End, das diese bereits gut kennen und beherrschen. Daher spielt in jeder Microsoft BI Installation Excel eine wesentliche Rolle, in einigen Unternehmen ist es auch das einzige verwendete BI Frontend. Die Kombination aus SQL Server und Excel deckt bereits vielfältige BI Aufgaben ab. Eine starke – und kostenlose – Erweiterung sind die Data Mining Funktionalitäten, die hier eigens beschrieben sind.

In der letzten Version von Excel (2007) ist zu den bereits bestehenden, sehr leistungsfähigen BI Funktionalitäten eine Überarbeitung des Bedienkonzeptes dazugekommen. Insbesondere Fachanwender profitieren von einer einfacheren Bedienung und einer deutlich verbesserten Optik der Reports.

Excel Services

Ein häufiger Kritikpunkt der Vergangenheit war der Medienbruch zwischen Excel als BI Front-End und Web-Applikationen. In früheren Versionen handelte es sich dabei um zwei völlige Parallelwelten, d.h. Anwender haben Reports und Analysen entweder in Excel erstellt (aus oben genannten Gründen die meist bevorzugte Variante) oder mit den Reporting Services, wenn die Web-Fähigkeit eine der Kernanforderungen war. Eine durchgängige Excel/Web Umgebung war früher nur durch den Einsatz von Drittanbietern zu erreichen.

Dies hat sich mit den „Excel Services“ geändert, die als ein Teil von Sharepoint lizenziert werden und in Excel 2007 direkt aus der Oberfläche gestartet werden können. Diese bieten die Möglichkeit, BI-Reports direkt aus Excel zu erstellen und mit wenigen Klicks in Web-Umgebungen zu transportieren. Dabei bleiben die wesentlichsten BI-Funktionalitäten wie Drill-Down oder die Möglichkeiten zu filtern erhalten, auch wenn die Möglichkeiten heute noch eingeschränkt sind. Eine hier heute noch fehlende Funktionalität ist die Dateneingabe in Analysis Services, d.h. die Excel Services eignen sich heute noch nicht für web-basierte Planungsaufgaben. Eine wesentliche Rolle spielen die Excel Services heute, wenn mit den Reporting Services eine unternehmensweite Reportinglösung aufgebaut werden soll, bei der auch Endanwender aus Abteilungen wie Finanzen, Controlling oder Vertrieb Reports ohne IT Unterstützung laufend aktualisieren sollen. Die Excel Services unterstützen es, Reports direkt in diesem Format abzuspeichern.

Microsoft erweitert die Fähigkeiten, aus Excel heraus zu modellieren und Web-Applikationen aufzubauen unter dem Codenamen „Projekt Gemini“ (Beschreibung von olapreport.com, externer Link) drastisch.

Die pmOne AG setzt - komplementär zum Microsoft eigenen Angebot - eine kleine Auswahl der aus unserer Sicht besten Front-Ends in Projekten ein.

Gerne diskutieren wir die Vor- und Nachteile der einzelnen Komponenten mit Ihnen!

Third party front-ends

Neben dem Microsoft-eigenen Angebot steht ein breites Angebot von Front-End Lösungen von Drittanbietern zur Verfügung. Diese unterteilen sich in generelle BI-Frontends, die unterschiedliche Datenbanken unterstützen (z.B. Cubeware, Bissantz uvm.) sowie auf die Microsoft Plattform optimierte Spezialanbieter (wie z.B. XLCubed, Panorama und andere). Prinzipiell unterstützen die Microsoft-Spezialisten eine tiefere Integration mit der Microsoft BI Welt.

Die Third Party Produkte bieten teilweise zusätzliche Funktionalität zum Microsoft-eigenen Angebot (z.B. Bissantz mit zusätzlichen vorkonfigurierten analytischen Fähigkeiten) oder stehen im Wettbewerb mit Microsoft eigenem Angebot (z.B. Cubeware für Dashboards, xlCubed als Excel Front-end) und differenzieren sich dort durch Zusatzfunktionen, andere Bedienkonzepte oder auch der Unterstützung älterer Excel Versionen wie am Beispiel xlCubed.

Es ist eine große Stärke der Plattform, ein breites Portfolio an Drittprodukten zu unterstützen, um für unterschiedlichste Anforderungen Lösungen anbieten zu können. Die Schnittstelle zu Microsoft Analysis Services ist hoch ausgereift und erfreut sich großer Popularität, es gibt heute nur noch wenige BI Front-End Anbieter, die nicht zumindest auch eine Schnittstelle zur Microsoft Welt aufweisen.